Vortrag: Die Gartenstadtbewegung
| Kursnummer | BI11030 |
| Beginn | Mo., 28.09.2026, 19:00 - 21:15 Uhr |
| Kursgebühr | 6,00 € |
| Dauer | 1 Termin |
| Dozent/in | |
| Kursort |
Kantor-Helmke-Haus Auditorium Raum barrierefrei zugänglich Am Kirchhof 10, 27356 Rotenburg (Wümme) |
| Status |
Abendkasse, keine Anmeldung erforderlich.
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Infolge der Landflucht aufgrund der Industrialisierung Ende des 19. Jahrhunderts verzeichneten die Metropolen wie London, Berlin einen enormen Bevölkerungszuwachs. Schlimme Wohnverhältnisse mit allen sozialen und gesundheitlichen Konsequenzen waren die Folge. Man suchte nach Lösungen, insbesondere der Landschaftsstenograph Ebenezer Howard legte Konzepte vor zur Entlastung der Großstädte. Die Idee der Gartenstadt war geboren. Die neue Stadt ist eine Industrie- und Handelsstadt mit begrenzter Einwohnerzahl (32.000), umgeben von Acker- und Grünland. Das Konzept sah eine Zonierung einzelner Nutzung vor (Wohnen, Gewerbe, Landwirtschaft, Läden, Kultur). Eine maßvolle Dichte sorgte für ausreichend Licht, Gärten und öffentliche Grünflächen. Die Gartenstadt seinerzeit bot keinen Raum für Bodenspekulation. Das gemeindliche Bodeneigentum wurde verpachtet. Dieses Konzept wurde in der westlichen Welt sehr lange verfolgt und zahlreiche Gartenstädte entstanden. Bis in die heutige Zeit werden Entlastungsstädte konzipiert und gebaut (Shanghai, Paris) leider öfter mit mäßigem Erfolg, weil Gewinnstreben der eigentlich guten Idee zuwiderlief.
Jörg-Henner Gresbrand ist Dipl.Ing Architekt und Stadtplaner.